MurderInc Online Forums
Ja Rule Forum
Buche Ja Rule für dein Event
Ja Rule
Ja Rule
MIO Shirt
Ashanti THE DECLARATION
Ja Rule
Ashanti
The Declaration (im Handel)

Lloyd
Lesson In Love | 5. August

Ja Rule
The Mirror | soon
Caddy & Black
Black-Tah-Affaire | soon
Ja Rule
The Inc Top

Irv Gotti Ja Rule Harry-O Caddy Blackchild
Es war Anfang der 90er Jahre als ein junger DJ/Producer namens Irv Lorenzo, in New York besser bekannt als DJ Irv, sich einen Namen machte. Im Schlepptau immer der ehrgeizige Rapper Mic Geronimo und die Gruppe CMC (Cash Money Click) die neben Chris Black aka Jody Mack und 0-1 den heutigen Star der Gruppe -Ja Rule- beherbergte. Zu diesem Zeitpunkt arrangierte Irv mit Blunt Records/TVT Records einen Plattendeal für CMC. Aus diesem Deal gingen die Singles „Get the Fortune“ und „4 My Click“ hervor, welche auch über einen Videoclip verfügen. Doch wie auch immer, war es CMC nicht möglich ein eigenes Album auf Blunt zu veröffentlichten, da das Vertrauen in die Gruppe fehlte mit den Folgen das Chris Black sich wieder als „hustler“ in New Yorks Straßen zurückzog wo er bald von der Polizei für ein Verbrechen, welches er nie begangen hatte, 5 Jahre in den Knast wanderte. Obwohl durch diese Umstände Irvs Projekt CMC zum Scheitern verurteilt war gelang es Chris Black immer wieder seine Musik aus den Zellen von Clinton Annex, Franklin und Hudson in die Straßen New Yorks zu bringen.

Enttäuscht von der Passivität des Labels im Bezug auf CMC kümmerte Cash Money Clicksich Irv nun vornehmlich um Mic Geronimos Debut Album „The Natural“ (1995) welches mit dem Track „Time to Build“ neben dem CMC Frontmann Ja Rule auch mit Stars wie Jay-Z aus Brooklyn und DMX aus Yonkers auftrumpfen konnte. Aber Irv wollte schon immer auf eigenen Füßen stehen und sein eigenes Label so leiten, dass es ein gewisses Image von Erfolg des Raps bei jedem Fan produzierte. Während des Deals bei Blunt/TVT Records sah er zu oft mangelndes Interesse für die eigenen Künstler sowie die daraus folgende mangelnde Promotion. Vorbilder für Irvs Traum waren nicht zuletzt die millionenschweren Labels Bad Boy und Deathrow Records. Einen Schritt näher kam er diesem Traum als Lyor Cohlen, der damlige CEO von Defjam Recordings, sein Augenmerk auf seinen Mann aus Queens warf – Ja Rule.
Defjam befand sich zu dieser Zeit auf einer Talfahrt die nirgends ein Ende zu haben schien. Nicht nur die Verkaufszahlen rückten in den Keller auch im artist roster befanden sich Künstler die bis heute auf ihren Durchbruch warten. Sozusagen aus Angst seinen eigenen Job zu verlieren aber auch um die Zukunft Defjams zu sichern, lud er Irv zu einem Bewerbungsgespräch für einen A&R Job ein. Als Cohen Lorenzo fragte wo er sich selber in 5 Jahren sehe antwortete dieser nur prahlend, dass er Cohen übertrumpft haben wird und der neue CEO Defjams sein wird. Deutlich beeindruckt stellte Cohen ihn als A&R an.

Jay-Z war der erste von Irvs unzähligen Rappern, die er vor seiner Zeit bei Defjam kennen gelernt hatte, welchem er einen Deal mit jenem Label verpasste. Wie jeder weiß startete ab diesem Zeitpunkt der Rapper aus Marcy, Brooklyn eine riesen Karriere als Rapper auf der ganzen Welt. Cohen hörte von Ja Rule, der zu Lorenzos langer Liste von Zukunftstalenten gehörte und bot Irv für ihn einen Deal mit Defjam an. Lorenzo nahm das Angebot dankend an, doch die Ironie des Schicksals machte seinen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Blunt/TVT Records gab kein grünes Licht für eine Übernahme Ja Rules als Soloartist.
DMX Irv Gotti Jay-zCohen wollte jedoch dringend ein neues Talent und so entschied sich Irv zuerst für den Rapper DMX aus Yonkers. Nicht nur Cohen war von X’s Debutalbum „It’s Dark and Hell is Hot“ begeistert auch die Leute liebten diese gespenstischen Beats und dunklen Themen der Platte und ließen sein Album mit der Hilfe von Irv Gotti (Der Spitzname stammt übrigens von Jay-Z) auf Platz 1 der Billboard Charts klettern. Der Track „Get at me dawg“ welcher auch Sheek Louch featured sollte neben diesem auch ein Feature mit Ja Rule beinhalten. Aus Zeitgründen war dies jedoch nicht möglich.

Doch sein Traum vom eigenen Label sollte sich erst erfüllen als der Russell Simmons (Chef von Defjam) Gotti nach 100 Millionen verkauften Platten innerhalb von nur 3 Jahren ein Startgeld von rund 2.5 Millionen Dollar zahlte, mit dem er sein eigenes Label „Murder Inc.“ aufbauen sollte. Der Name enstammt der gleichnamigen New Yorker Mafia früherer Zeiten welche hauptsächlich durch Auftragsmorde traurige Berühmtheit erlangte. Gotti musste später oft klarstellen, dass das Wort murder nicht für einen Mord stehen, sondern lediglich die künstlerische Überlegenheit des Labels symbolisieren soll. 1999 kam Ja Rule dann im Gegensatz zu seinen Bandkollegen 0-1 und Chris Black aus seinem Deal mit Blunt/TVT Records raus und verschrieb zusammen mit Blackchild und Tah Murda als erste Künstler bei Murder Inc. Recordings. Blackchild kam wie auch Ja Rule aus Hollis/Queens und kam über diesen gleich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zu jenem Deal. Tah Murda stammt aus Southside Jamaica Queens und kam über seinen Kumpel Blackchild in Gottis Studio. Auf Mic Geronimo musste er durch ein Missverständnis für immer verzichten. Aber jetzt war die Zeit für den Mann gekommen, den Gotti immer für seinen persönlichen Star gehalten hatte. Jeff Attkins aka Ja Rule. Schon vor seinem Debüt schrieb er für Jay-Zs Album “Hard Knock Life Vol. 2” den Track “Can I Get A…” welcher, nicht zuletzt dadurch dass er Soundtrack von „Rush Hour“ war, ein echter Clubbanger wurde. Der Soundtrack durchbrach scheinbar spielend die Platin-Grenze und ebnete so den Weg für Ja Rules Debut “Venni Vetti Vecci”. Der Titel entstammt Caesar und bedeutet soviel wie „Ich kam, sah und siegte“. Die erste Auskopplung „Holla Holla“ erklomm ähnliche Berge wie „Can I get A…“ aus Jays Platte. Gotti sah daher die Möglichkeit alle drei seiner Zöglinge (Ja Rule, Jay-Z, DMX) zu einer Megagruppe zu formieren. Sie nannten sich „The Murderers“ und beinhalteten die unterschiedlichsten Charaktere.
Ja RuleAuf der einen Seite war da DMX dessen Style sich wohl am bestens all rau und street bezeichnen lässt. Jay-Z hingegen überzeugte durch absoluten flow und pimp style. Ja Rule konnte beides sein, besaß jedoch auch seinen ganz eigenen Style. Der Ausruf “It’s Muuurdaa” machte die Gruppe zu ihrem Markenzeichen welches auf sämtlichen Mixtapes und im Radio zu hören war.

Währenddessen lernte Gotti den New Yorker Drogenkönig der 1980er Jahre, Kenneth “Supreme” Mcgriff, bei einem Videodreh kennen. Mcgriff zählt noch heute zu einer Legende in New York und auch Gotti kannte Mythen über ‘Preme noch allzu gut aus seiner Kindheit. ‘Preme war zu dieser Zeit nach unzähligen Gefängnisaufenthalten wieder auf freiem Fuß. Er hatte genug von seinem illegalen Treiben was ihm all die Jahre nur Ärger gebracht hatte und sah nun die Möglichkeiten sein Geld legal in der Musik- und Filmwelt zu verdienen. Früher, zu CMC Zeiten, kam ’Preme auf Gotti zu und bat ihn um Hilfe bei seinem Film „Crime Partners“. Gotti verwies ihn damals zu seinem Kumpel Hype Williams. Jetzt wo Gotti bei Defjam groß im Geschäft war, realisierte er für ’Preme mit Hilfe von Defjam den Film „Crime Partners“. Ja Rule, Tah Murda und Charli Baltimore spielten übrigens auch in jenem Film mit und steuerten den Soundtrack bei. Im Gegenzug heuerte Preme seinen Kumpel und ebenfalls ex- Drogenkönig Tyran "Tah Tah" Moore an um das Murder Inc. Street Team zu leiten.

Während all dieser Ereignisse in 1999 kam ein anderer Rapper aus Tah Murdas Nachbarschaft in Jamaica Queens auf das Radar der Rapmusik. Sein Name ist Curtis “50 Cent” Jackson und zusammen mit seiner Gruppe G-Unit warf er ein Auge auf den Thron, den Murder Inc. sein eigen nennt. Auf zahlreichen Mixtapes griffen sie die Murderers an, wie bei “Your Life’s On The Line” wo die Hook “Scream Murder! I don’t believe you!” lautete. Irv und Ja lies dies jedoch kalt, sie wollten 50 und seiner Crew keine Aufmerksamkeit schenken und sich lieber auf ihre Label-compilation „The Murderers“ konzentrieren. Neben den eigenen Rappern wie 0-1, Blackchild, Tha Murda und einer kleinen Rapperin aus Jersey namens Vita gaben sich auch die großen wie Jay-Z und DMX die Ehre auf dieser Platte lyrisch anwesend zu sein. Chris Black saß übrigens zu dieser Zeit noch immer sine fünfjährige Haftstrafe ab. Als Singles wurden aus der Compilation zum einen Vitas Soloperformance „Vita, Vita, Vita“ und die gemeinsame Hyme „We don’t give a fuck“ ausgekoppelt. Zwar blieb der Platte ein kommerzieller Erfolg verneint, jedoch war das Ohr der Straße hellauf begeistert von diesem Sound der Murderers. Anfang 2000 legte dann Ja Rule als bisheriges Aushängeschild des Labels mit seinem Album „3:36“ nach. „Between me and you“ wurde der Christina MilianSommerhit schlechthin, nicht zuletzt durch die Unterschützung von dem damaligen Rookie Christina Milian, deren erstes Album übrigens auch bei Murder Inc. erschien. Doch Ja Rule setzte mit „Put it on me (remix)“ noch einen Drauf und erreichte mit der zweiten Auskopplung aus „3:36“ sogar Platz eins der Billbord Charts, während „Between me and you“ auf Platz zwei aufstieg. Eine solche Doppelführung hatten zuletzt die Beatles inne!

Während die Musikwelt noch wild diskutierte ob Ja nun ein „One-Hit-Wonder“ sei oder der neue „King of Rap“ schleuderte er in 2001 sein drittes Album „Pain is Love“ auf den Markt. Der Stil sollte ähnlich wie bei „3:36“ bleiben jedoch noch mehr die Massen ansprechen. 2001 wurde Pain is Lovedas mit Abstand erfolgreichste Jahr des Labels. Chris Black kam aus seiner Haft frei und Murder Inc. wurde Mainstreamfähig. Durch sein drittes Album stieg Ja Rule zu einem der gefragtesten Songwriter der Welt auf. Neben “I’m Real” und “Aint it Funny” von Jennifer Lopez, die übrigens beide die Spitze der Charts belegten, präsentierte Ja auch sein Händchen für gute Musik bei etablierten Stars wie Mariah Carey, Mary J Blige und Brandy. Mit der ersten Auskoppelung aus „Pain is Love“ mit dem Namen „Always on Time“ brachte er nicht nur die erfolgreichste Single auf den Markt die je bei Defjam released wurde sondern zog er auch das öffentliche Interesse auf Ashanti, die hier zum ersten Mal ins Rampenlicht geriet. Ashanti ist eine junge Sängerin die Gotti damals zu Murder Inc. holte um durch RnB Platten das Label weiter auszubauen. Ashanti war zufälligerweise auch im Studio als „Always on Time“ aufgenommen wurde. Ihre Hook gefielt Gotti wie auch Ja Rule so gut, dass der Track mit Ashanti auf das Album gepackt wurde. Gotti begann hier das Image des Labels umzuformen von einem Streetlabel zu einer Hitschmiede, was später in der Geschichte zu harscher Kritik führen sollte. Gleichzeitig nahm Gotti eine Rapperin aus Philly namens Charli Baltimore unter seine Fittiche. Die Halbdeutsche war keineswegs neu im Geschäft so sorgte sie bereits als Mitglied in Notorious B.I.G. „Commission“, der New Yorker Supergruppe, für Aufsehen. Gotti packte sie auch mit dem Song „Down ass Bitch“ auf Ja Rules Album. Seine Auskopplung wurde zum Megaerfolg. Nun war es für Gotti an der Zeit seinem Zögling Tah Murda (jetzt bekannt als Caddillac Tah) ein Album zu produzieren. Die Scheibe sollte den Titel „POV City Hustla“ tragen, doch kam es bis auf die Single „POV City Anthem“ aus mangelndem Interesse seitens der Fans bis heute nicht zustande.
Durch diesen massiven Ausbau des Artistrosters gelang es Murder Inc. in die Reihen von Rocafella und BadBoy aufzusteigen, nicht zuletzt durch Ashantis Debutalbum mit dem gleichnamigen Titel welches in 2001 veröffentlicht wurde. Zu dieser Zeit schrieb sie Geschichte als erste Künstlerin die gleich drei Mal in den Top Ten der AshantiBillboard Charts vertreten ist. Always on Time, Foolish und „What’s luv“ zusammen mit Fat Joe sicherten ihr diesen Rekord. Als die Singles abzusteigen schienen legte man gleich mit „Happy“ und „Baby“ nach und folglich Stieg Ashanti mit 5 Millionen verkauften Alben zu der “Princess of Hiphop and R&B” auf. Blackchild, Caddillac Tah, Vita und Charli Baltimore mussten hingegen vergebens auf die Veröffentlichung ihrer Platten warten, welche auf unbefristete Zeit verschoben wurden. Lediglich Caddillacs Album wurde als Promo/advanced intern veröffentlicht.
Gotti wollte hingegen eine zweite Compilation mit dem Titel “Irv Gotti Presents: The Inc” veröffentlichen, welche mit dem Track „Down 4 You“ alle weiblichen Künstler des Labels featured. Zusätzlich erweiterte Gotti mit Ronnie Bumps, D.O. Cannons und Caddillac Tahs Cousin Young Merc das Roster. Ab jetzt zählt Gotti zu den ganz großen in der Rapindustrie. Vom Produzenten und Labelchef ist er zu einem waren Hitmaker a la Dr.Dre herangewachsen. Dementsprechend groß sind seine Pläne Songs mit Michael Jackson aufzunehmen- sowie Bobby Brown und Nas zu Murder Inc. zu holen.

Als im Sommer 2002 die Compilation „Irv Gotti Presents: The Remixes“ erscheint welche Nas auf dem Track „The Pledge (remix)“ featured wird vielen klar, dass Gotti es ernst meint. Doch das Jahr 2002 wandelte sich für Murder Inc. zu einem Alptraum. TVT Records beschuldigte Def Jams Chef Lyor Cohen vor Gericht, CMC Material für die INC Platten kopiert zu haben. Das geplante CMC Album „est. Since 93“ wurde daraufhinIrv Gotti zurückgezogen. Ja Rule arbeitete zu dieser Zeit an seinem vierten Album „Last Temptation“ welches nach eigenen Aussagen sein letztes werden soll, da er sich danach der Schauspielerei widmen möchte. Danach veröffentlichte Ashanti ihr zweites Solo Album „Chapter 2“ welches nicht an den Erfolg ihres Debutwerkes anknüpfen konnte.
Die Auskopplungen „Rain on me“ sowie „Rock with u“ erhielten nur mittelmäßige Bewertungen und verbrauchten leider wenig Zeit auf den oberen Chartpositionen. Als wäre dies nicht schon genug wurde Ja Rule stark von 50 Cent angegriffen der soeben einen Vertrag bei Shady/Aftermath/Interscope Records unterschrieben hatte. Seine Single „Mesmerize“ wurde von Fans sowie dem restlichem Publikum sehr negativ aufgenommen, da konnte auch seine recht gute Single mit Bobby Brown nichts dran ändern. Ja hatte seine Herkunft vergessen; Die Straßen die ihm einst zu dem krönten was er heute war. Neben schlechten Plattenverkäufen und einer wahren G-Unit Invasion wurde eine FBI Razzia in den Murder Inc. Büros sowie in Gottis Haus am 3. Januar 2003 fast zum Aus des Labels.
Die Beschuldigungen gingen von Geldwäsche und Steuerhinterziehung über Betrügereien bis hin zu Mordanschuldigungen. Später wurde auch Caddillac Tahbehauptet Supreme hätte mit seinen Drogengeldern das Label gegründet und sei der eigentliche Besitzer während Gotti nur seine Marionette sei.
Ja Rule verarbeitet die Rizzia musikalisch mit dem Song „Murder Reigns“,der von Alexi einer Künstlerin auf Jas Label MI2, gesungen wird. Der Song wurde jedoch auch als sehr theatralisch verworfen. Caddillac Tah versuchte deshalb mit seiner Single „I gotcha Ma“ an die alten Murder Inc. Zeiten anzuknüpfen. Doch auch dieser Versuch scheiterte und so wurden bis auf ein paar Disstracks gegen das Aftermath/shady Camp keine großen Projekte realisiert. Vita hatte bald genug von „Drama Inc.“ und verließ das Label, nicht zuletzt da ihr Album immer wieder zurückgezogen wurde.

Für Ja und Ashanti lief es jedoch nicht besser neben Fans die ihre Konzerte ausbuhten gab es eine online Petition, die ihr den Aretha Franklin Award, den sie bei den Soultrains gewonnen hatte, aberkennen wollten. Das Hip-Hop magazin XXL attackierte Irv Gotti in fast jeder50 Cent Ausgabe aufs Schärfste während 50 Cent über 10 Millionen Tonträger verkaufte und eine anti-INC Haltung vorantrieb mit der Begründung das Murder Inc. Leute ihn damals neun Mal angeschossen haben sollten. Auch die ehemaligen Labelfreunde DMX und Jay-Z wanden sich wie DMX zum Teil heftigst gegen Ja Rule während der Beef mit G-Unit immer mehr aus den Rudern lief. Neben Ja Rule wurden nun sämtliche INC Künstler angegriffen, welche die Anfeindungen gegen sie nicht wie zuvor ignorierten sondern mit eigenen Tracks den Beef weiter anheizten.

Gotti wollte aus der allgemein schlechten Stimmung gegen sein Label durch eine Namensänderung ausweichen. So fiel das Wort „Murder“ aus dem Namen und das Label hieß fortan nur noch The INC Records. Zur gleichen Zeit machten Gerüchte die Runde, dass Hussein Fatal, Mitglied Tupacs Gruppe Outlaws, ein Neuzugang bei The Inc wäre. Grund dieser Gerüchte waren vermehrte Zusammenarbeiten zwischen Ja Rule und Hussein Fatal, so z.B. auf dessen fünftem Album „Blood in my Eye“. Die rein lyrische Auseinandersetzung beider Gruppen wurde bald überschattet von dem Mord an Inc. Rapper und Vater D.O. Cannons in Queens/New York. Dieser Mord hatte jedoch nichts mit den Rivalitäten beider Labels zu tun.

Trotz schwieriger Zeiten erfüllten sich Irv und Ja Rule im Herbst 2003 einen langjährigen Wunsch und gründeten ihr Modelabel “Ervingeoffrey”. Auch im Herbst machten sich Gerüchte breit das Irv Gotti zusammen mit Suge Knight (Deathrow Records) und J.Prince (Rap-A-Lot Records) ein riesiges Indieabel gründen wollten. Die Pläne erfüllten zwar nicht, die Künster wie Yukmouth und Hussein Fatal (Rap-A-Lot Records) sowie Crooked I und Eastwood (Deathrow Records) wetterten aber des öfteren zusammen gegen die G-Unit und den Rest der Shady Posse. Ende 2003 veröffentlichte Ashanti ihr drittes Album, eine Weihnachts-CD. Durch schlechte Promotion gehörte sie doch eher zu den Ladenhütern unter den Weihnachts-CDs.
Blackchild veröffentlichte zwischen den Jahren ein weiteres Mixtape mit dem Titel „A Warrior Words“, welches hauptsächlich eine Battlescheibe ist. Auch auf der CD vertreten ist Blackchilds eigene Crew namens Hoodstock, welche unter anderem aus Ronnie Bumps, Chicos Son, Saiku 720 und Shadow besteht.

Ins neue Jahr ging es dann mit dem 17-jährigen Neuzugang Lloyd aus Atlanta. Sein sehr RnBlastiger Sound kam besonders bei den Frauen gut an. Sein Debut Southside schaffte bei 106 (amerikanische TVsendung bei BET) den Platz eins und das gleichnamige Album verkaufte sich auch zufrieden stellend. Sonst blieb es das ganze Jahr recht ruhig um dasLloyd polite Label bis auf ein weiteres Mixtape von DJ Kurupt („Innocent Until Proven Guilty“) auf dem es um sämtliche Anschuldigungen gegen das Label seitens des FBI geht. Dann im November 2004 sollte es endlich wieder aufwärts mit der Labelgeschichte gehen, als Ja Rule mit seinem sechsten und wohl wichtigsten Album in seiner Karriere den Anschluss an seine erfolgreiche Karriere schaffte. „R.U.L.E.“ gilt nicht umsonst für die meisten Fans nach VVV für sein bestes Album. Durch diese Unterstützung landete die erste Auskopplung mit R.Kelly und Ashanti im UK sofort auf Platz eins sowie auf Platz 5 zuhause in den USA. Jedoch sein „Streetcomeback“ feierte er mit der Hymne „New York“ welche durch die Präsenz von Fat Joe (Bronx) und Jadakiss (Yonkers) groß gepushed wurde. Ja Rule erreichte zum ersten Mal seit langer Zeit mit seinem Album seine alten Fans.

Nur ein paar Wochen später folgte Ashanti mit „Concrete Rose“ ihrem dritten und wohl auch besten Album bisher. Man merkt ihr auf diesem Album deutlich den Wandel von dem Mädchen aus Glen Cove zu einer reifen Frau an. Trotz weniger Veröffentlichungen war 2004 kein schlechtes Jahr für The Inc. immerhin haben beide Alben weltweit schon die Platingrenze überschritten und werden dies auch demnächst in den USA tun. Blackchild nahm die folgenden Monate ein Mixtape („A Warriors Words Part 2 – The Art of War“) auf, welches passend zu 50 Cents „The Massacre“ erscheinen sollte. Der Streit darüber, wer von der Entdeckung Ja Rules profitierte ging 2005 weiter. Vor kurzem widerrief ein Gericht eine Bundesgerichtsentscheidung nach welcher die "Island Def Jam Gruppe" und der frühere Vorsitzende Lyor Cohen dem unabhängigem Label TVT Records einen Betrag in der Rekordhöhe von $53 Millionen als Entschädigung für einen Vertragsbruch schuldete, nach welchem TVT eine Aufname von Rules früherer Gruppe, der "Cash Money Click" nicht hätte veröffentlichen dürfen. Der Richter milderte den Schaden auf $126,000. Durch die Zusammenarbeit bei einem Cash Money Click Album kamen sich der TVT Präsident Steve Gottlieb und Cohen im Jahr 2001 wieder näher. Cohen bestärkte die Idee des „Reunion Albums“, um Ja Rule gut zu stimmen. Rule wollte seinen früheren Kumpels helfen. Nachdem Gottlieb 1 Millionen US Dollar für das Produzieren und Promoten des Albums ausgegeben hatte, behauptete TVT, dass Cohen Rule überzeugt hatte, das Projekt fallen zu lassen und ihm anschließend die Erlaubnis an seiner Beteiligung entziehen sollte. Dies führte dann zu dem ursprünglichen Anliegen im Jahr 2002, dem angeblichen Bruch des Vertrags.
Das Urteil ist immer noch nicht gefallen und muss erst noch entschieden werden.

Am Ende des Jahres soll dann das Verhör stattfinden. Die Lücken im Roster sollten durch die Ablösung des Rappers Newz von on Top Music, sowie das Unterschreiben des Rappers Harry-O bei The Inc, gefüllt werden. Beide legten mit dem Track „1-900 Murder“, der auch Ja Rule, Harry-OCaddillac Tah sowie Blackchild featured, ihr Debut hin. Auch Caddillac Tah veröffentlichte mit “Pov’d Out Unleashed” ein weiteres Mixtape. Viele Songs dieses Tapes sollten übrigens auf seinem Album erscheinen. Sozusagen durch dieses Release wurde die Inc. Gang gegründet, eine Gruppe zu der neben den beiden Rookies Newz und Harry-O auch Caddillac Tah und Freunde gehören, sowie Blackchild. Ich denke in der Zukunft kann man von diesem losen Zusammenschluss innerhalb des Labels viel erwarten.

Seit einigen Monaten richtet sich das Interesse auf einen jungen RnB Sänger namens Boxie. Scheinbar verwandt mit Ja Rule gehört er mit seinem Lloyd ähnlichem Sound nun zum Roster des Labels (aktuell nicht mehr bei INC). Nach einem Interview mit Ja Rule kam die Zukunft des Label jedoch ins wanken. So kündigte er an, dass Ashanti und er laut Vertrag mit Defjam nur noch eine Platte zu veröffentlichen hätten und danach zu einem anderen „Mutterlabel“ wechseln werden. Gründe dafür lassen sich scheinbar in Universals Teilhaberschaft von Def Jam finden. Hinter vorgehaltener Hand sei das Label nicht genügend von Universal bei ihren Projekten unterschützt wurden, so habe sich Universal eher um ihr Aushängeschild 50 Cent gekümmert. In der gleichen Zeit tauchten im Internet die Songs „Streets Raised Me“ feat. Mary J. Blige und „Better Dayz“ auf welche scheinbar aus der Zeit von Last Temptation stammen.
Nun folgte der Freispruch der Gebrüder Gotti in allen Punkten der Anklage. Auch die schwerwiegende Beschuldigung der Geldwäsche konnte nicht nachgewiesen werden. Die komplette Musikwelt atmete auf als der Beschluss verlesen wurde. Es zeigte sich nun, dass die Ermittler das Label nur mit Vorurteilen betrachtet hatten und nicht realisieren wollten, dass Supreme lediglich ein Freund Gotti’s ist und weder erIrv Gotti noch das Label für das Fehlverhalten Supremes zur Rechenschaft gezogen werden konnten. Daran konnten auch sämtliche Beweise wie alle, seit 1997, abgehörten Telefonate von Gottis Telefon nichts ändern. Während die Gotti Brüder also als freie Menschen den Gerichtssaal verließen, verließ die Rapperin, Charli Baltimore The Inc. und unterschrieb bei The Games Label „Black Wall Street“. Den letzten Monat im Jahr 2005 brachten beide Top-Künstler (Ja Rule und Ashanti) ihre "Best of..." CDs auf den Markt. Dieser Schritt hatte vorrangig die Aufgange, dass The Inc. den Labelvertrag mit Def Jam aufkündigen kann. Daher gab es wenig Promo und nur geringe Verkaufszahlen. Zu Ja Rules Exodus Intro (Exodus - Best of) wurde außerdem ein Video abgedreht. In dem Song reflektiert Rule seine Karriere.

Überraschend veröffentlichte Caddillac Tah 2005 sein erstes DJ Kurupt Mixtape mit dem Namen Soldier’s Story. Kein anderer Künstler des Labels konnte bisher ein so überzeugendes Mixtape veröffentlichen. So kann Soldier’s Story kann ohne weiteres mit offiziellen Label Releases mithalten.

Nach den vielen turbulenten Jahren war 2006 ein relativ ruhiges Jahr für das New Yorker Label. Erst im vierten Quartal gab es mit Mpire Records eine wesentliche Neuerung bei The Inc. Ja Rule machte seinen Traum ein Mpire Recordseigenes Label zu besitzen endlich war und gründete mit Mpire Records ein Unterlabel von Murder Inc. Im gleichen Atemzug brachte er neue Talente wie seinen Cousin D.Gift und Harry-O mit auf sein Label.
Endlich präsentierte sich die INC Familie nun auch den Fans gegenüber in neuem Licht. Jeder Künstler bekam seine eigene Myspace Seite und zusammen nahmen sie mit DJ Kurupt das „MI:3“ Mixtape auf, welches sämtliche Inc. Künstler featured.

Aber das Label besaß zu diesem Zeitpunkt noch immer keinen neuen Plattenvertrag nachdem sie ihren langjährigen Partner Def Jam verließen. Anfang 2007 gab es unzählige Gerüchte über die Zukunft des Labels. Einige spekulierten, dass Irv zu seinem langjährigen Geschäftspartner Lyor Cohen und Kevin Lyles (Warner Music Group) gehen würde wo er mit der Chefposition für Atlantic Records rechnen hätte können. Doch im Laufe der Zeit wurde das Angebot von der Universal Music Group der Öffentlichkeit bekannt. Irv sollte demnach all seine Masters aus Def Jam Zeiten behalten dürfen, 15 Millionen Dollar kassieren und der CEO von Universals Motown Records werden.
Trotz des unglaublichen Angebotes fragten sich viele ob Irv wirklich zu dem Label zurückgehen wird, welches Ihn in der Vergangenheit oft nicht hinreichend unterstützt hatte.
Doch Irv machte den Deal war und ist nun wieder zurück auf dem größten Majorlabel der Welt – Universal Music Group.

Nur ein paar Wochen später entbrannten Gerüchte das The Inc’s RnB Talent Lloyd nicht mehr richtig hinter dem Label steht und es gerne verlassen möchte. Gerüchten zufolgte will er zu Jazze Phas „Sho Nuff“ Label wechseln.
Nach einigen Wochen in Unklarheit verkündete Lloyd, dass es Unstimmigkeiten mit Irv gebe und er seine Karriere gerne voran bringen möchte. Die Probleme waren scheinbar schnell beseitigt und Lloyd war immer noch bei The Inc. unter Vertrag, jedoch sitzt sein Management noch heute bei Sho Nuff. Young Goldie ist Lloyds aktuelles Projekt was ebenfalls über Sho Nuff gemanged wird. Außerdem präsentierte Lloyd sich noch an der Seite von Outlawz Mitglied „Stormy“. Zusammen brachten sie das Mixtape H.I.M. raus.

Ein paar Monate später legte Ja Rule das Kriegsbeil mit ex. Kumpel DMX und auch mit dem Westcoast Rapper The Game bei. Während es zwischen DMX und Rule bis heute keine richtige Beziehung mehr gibt, nahmen Game und Rule den One Blood Remix für Games Album auf sowie den Song Sunset für Rules achtes Album The Mirror.

Was 2006/2007 aber wohl alle am meisten überraschte war The Inc’s Neuzugang Vanessa Carlton. Irv traf die 27-jährige Sängerin im Universal Büro wo sie unter anderem ihren Hit 1000 Miles spielte. Vanessa hatte kurz zuvor ihr bisheriges Label verlassen und wollte nun einen neuen Vanessa CarltonVertrag mit Universal bekommen. Irv hatte sie Gerüchten zufolge schon öfters gefragt, ob sie nicht mit ihm zusammen arbeiten wollte. Diesmal schienen die Umstände zu passen und Vanessa Carlton war von diesem Tag an Teil der Inc. Family. V, wie Vanessa von da an von Irv genannt wurde brachte am 8. Oktober ihr Album „Heroes & Thieves“ auf den Markt und Irv bewies wieder einmal, dass The Inc. ein Label für alle Musikstile ist.
Auch Seven Aurelius, der schon so einige Hits für The Inc produziert hat ist ein Beweiß dafür. Nachdem der Streit mit Irv Gotti beigelegt wurde, wollte er über The Inc. sein eigenes Album mit dem Titel Channel 7 veröffentlichen. M.A.K.E.L.O.V.E.T.O.M.E. war eine der ersten Songs die im Internet auftauchten und gaben schon einmal einen Vorgeschmack auf Sevens persönlichem Musikstil, der mit Sicherheit bis jetzt sehr einzigartig ist und elektronische Beats mit Gesang oder Rap verbindet. Sein Debüt sollte am 07.07.2007 erscheinen, ist bis jetzt aber noch nicht erschienen, da der Meister an der Perfektion arbeitet.

Im März veröffentliche Lloyd sein zweites Album mit dem Titel „Street Love“. Schon nach einigen Wochen erreichte die erste Auskopplung „You“ mit Lil’ Wayne in den Billboard Charts die Position 9 und die Nummer Eins in den R&B/Hip-Hop charts. Sein Album wurde zum vollen Erfolg und schaffte es, nicht zuletzt durch „You“, auf Platz 2 der Billboard Alben Charts.

Mit Lloyds Erfolg nahm Irv die Hip-Hop/Pop/Rock Band „ThunderKatz“ unter Vertrag und zeigte damit erneut seine Ambitionen The Inc. mainstreamfähig zu machen. Im Gegensatz zu vielen gecasteten Band sind die thunderKatz eine echte Band bei der jeder Künstler einen Thunderkatzanderen Musikstil in die Band einbringt. Die Band besteht aus: o8o, Ginger, June, Jon, Jive and XO. Ihr Debütalbum wird den Namen „Radio“ tragen. Einen offiziellen Termin für die Veröffentlichung steht noch nicht fest, allerdings wurde schon der Song „Cupid Baby“ veröffentlicht.

Zwischen all der Arbeit für sein Label lies Irv Gotti sein eigenes Label filmen. Das ganze erscheint bei dem Fersehsender VH1 als Realityshow unter dem Namen „The Irv Gotti Projekt“. Die Show wird sich um den Familienvater Irv Gotti und natürlich um den Musikguru Irv Gotti drehen. Das sich viel um The Inc. Records dreht ist wohl selbstverständlich…

Um die Leute wirklich hungrig auf Ja Rules Album The Mirror zu machen entschied das Label einige Songs wie Get Up. Free, Style On Em, One Dance und Gangstas Paradies im Vorfeld zu veröffentlichen. Ja Rule zeigte sich dafür sehr Fannah und veröffentlichte sämtliche Songs über seinen eigenen Internatradiosender 187FM.com. Natürlich kann man auch mit dem Meister persönlich über das Portal chatten und er moderierte sogar einige Shows.
Ashanti veröffentlichte in dieser Zeit auch einige Songs wie z.B. „You can’t Deny It“ und „Switch“ um ebenfalls für ihr neues Album „The Declaration“ (früher Incredible) Werbung zu machen. Das Album erscheint am 4. Dezember.

Kurz vor der Veröffentlichung von „The Mirror“ wurden zwei weitere Songs veröffentlicht. Zum einen die Streetsingle „Uh Ohhh“ die Lil’ Wayne featured und zum anderem die Radiosingle „Body“ die Ashley Joi The Mirrorfeatured. Für beide Songs wurden Videos gedreht. Body bekam jedoch ein nobles Hype Williams Video verpasst.
Jedoch ist das wahre Thema der Platte nur der Track „Father Forgive Me“. Ja Rule nahm für den Track das Sample von dem Beatles Nummer 1 Hit „Eleanor Rigby“ und lies seine harte Stimme auf den Beat los. Das Ergebnis soll laut Jay-Z und The Game zu der erfolgreichsten Single 2007 führen und Irv Gotti hat deswegen mit Ja Rule sogar um 100.000 Dollar gewettet.

Ungereimtheiten zwischen Irv und Ashanti lassen momentan erneut Gerüchte aufblühen, dass die Princess das Label auf kurz oder lang verlassen wird. Auch ihr Statement, dass sie auf ihrem kommenden Album mit niemanden aus dem Inc Camp bis auf Seven zusammen arbeiten wird goss noch mehr Benzin ins Feuer.

Wenn das Jahr 2007 sich zum Ende neigt wird Ja Rule, Vanessa Carlton, Ashanti, Seven, Black&Caddy und evtl. sogar eine Inc Compilation mit dem Namen „The Supreme Team“ erschienen sein. Damit stehen die Weichen für ein starkes Jahr 2008 in dem Young Merc, Harry-O und die Thunderkatz ihre Zeit haben werden. Auch die Arbeit mit Newz und einem Rapper namens „Tre“ lassen viel Raum für Spekulationen…

 

The Inc Bottom